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Stadtteil Kettwig

Kettwig ist der südlichste Essener Stadtteil und wurde als Letztes nach Essen eingemeindet.

Um von den anderen Essener Stadtteilen nach Kettwig zu kommen, musst du mit dem Auto, dem Bus, dem Zug oder dem Fahrrad durch Wälder und Felder fahren.

Du kannst Kettwig auch mit dem Schiff erreichen. Von Heisingen und Werden fährt die Weiße Flotte Baldeney Kettwig an.

Die Ruhr fließt durch Kettwig. Auf der Ruhr kannst du nicht nur mit den Schiffen der Weißen Flotte fahren. Du kannst auch selber ein Elektroboot, ein Tretboot oder ein Kanu mieten. Da muss natürlich immer ein Erwachsener mit dabei sein.

Kettwig hat einen Stausee, der vor vielen Jahren einmal künstlich angelegt wurde. Der Stausee liegt einige Meter höher als die untere Ruhr, die weiter Richtung Mülheim fließt. Hier müssen die Schiffe in eine Schleuse, um nach unten oder nach oben zu kommen. Das ist spannend, denn du kannst zugucken, wie die großen Passagierschiffe in der Schleuse angehoben oder abgesenkt werden.

An der Ruhr gibt es große, schöne Wiesen mit vielen bunten Blumen. Enten, Gänse und sogar Gänse aus Kanada haben einen eigenen Teich. Hier kannst du von einer uralten Brücke zugucken, wie sie ihre Runden drehen oder miteinander spielen.

Essen Kettwig Altstadt 2

User: Oskarp at wikivoyage shared, Essen Kettwig Altstadt 2, CC BY-SA 3.0

Wenn du dann hoch in die Kettwiger Altstadt gehst, kommst du an Fachwerkhäusern vorbei, die viele hundert Jahre alt sind. Die Häuser haben wunderschöne Türen und in das Holz über den Türen ist oft ein Spruch eingeschnitzt.

Du kannst mit deinen Eltern und Freunden in viele Eiscafés und Cafés oder schönen Restaurants einkehren.

In der Altstadt gibt es viele kleine Geschäfte, durch die man bummeln kann.

Was kannst du noch in Kettwig machen?

- Du kannst Minigolf spielen gehen
- Du kannst die Reste einer alten Raubritterburg direkt neben dem Minigolf-Platz besichtigen. Auf dem „Kattenturm“, auch bekannt als Burg Luttelnau, lebten einst Raubritter, die die Handelsschiffe auf der Ruhr überfielen. Es gibt auch eine Sage um den Kattenturm: Angeblich bewacht eine Katze mit glühenden Augen eine goldene Spindel – und die ist bis heute nicht gefunden worden. Eine Spindel brauchte man früher, um Stoffe zu weben.
- Mitten in Kettwig gibt es den „Frechdachs“, ein großes Spielzeuggeschäft in einem alten Haus.
- An der Hauptstraße gibt es den Kaiser-Wilhlem-Brunnen und den Brunnen zum Märchen „Das tapfere Schneiderlein“, natürlich auch das Schneiderlein selbst (auf einer ganz hohen Säule) und das Wildschwein, das nach dem Schneider sucht. Im Sommer kannst du dich im Wasser der Brunnen erfrischen.
- Am Sportplatz Ruhrtalstraße ist ein großer Skater-Parcours. Da darfst du kostenlos skaten.
- Du kannst mit dem Fahrrad bis zum Baldeneysee oder nach Mülheim und viel weiterfahren, immer an der Ruhr entlang.
- Oder ihr esst mal ein Stück Kuchen auf dem alten Ritterschloss Schloss Hugenpoet, das ist ein weltberühmtes Hotel, in dem schon viele Stars, Präsidenten und Könige übernachtet haben und auch heute noch dort zu Gast sind.
- Große Wiesen, viele Schwimmbecken, Sprungturm und Beachvolleyball – das alles findest du im Kettwiger Schwimmzentrum. Besonders im Sommer hast du hier bestimmt viel Spaß.
- An der Ruhr und in den Wäldern könnt ihr mit euren Eltern schön wandern. Und oft habt ihr einen weiten, weiten Blick ins Land hinein.

Und das ist auch interessant:

Kattenturm

von Wiki05 (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Kettwig ist von der Fläche her der größte Essener Stadtteil. Er ist 15 Quadratkilometer groß. Wenn du Kettwig zu Fuß umrunden möchtest, dann brauchst du also bestimmt zwölf Stunden.

Seit über 1100 Jahren wohnen schon Menschen in Kettwig. Heute leben dort fast 18 000 Einwohner. Und seit über 700 Jahren gibt es eine Brücke über der Ruhr. Diese Brücke war in vielen Kriegen heftig umkämpft und wurde oft zerstört. Sogar Soldaten aus Spanien, Schweden und Frankreich lieferten sich vor einigen Jahrhunderten Schlachten in Kettwig.

Die Ruhr war früher Teil eines wichtigen Handelsweges. Handelsschiffe fuhren Ruhr abwärts. Wenn sie entgegen der Strömung Ruhr aufwärts wollten, wurden sie von Pferden gezogen, die auf dem sogenannten „Leinpfad“ (von Leine) gingen. Die Pferde zogen das Schiff mit Hilfe von Leinen. Diesen Leinpfad gibt es heute noch, auf ihm könnt ihr spazieren gehen oder Fahrrad fahren.

Später sind die Menschen in Kettwig wohlhabend geworden durch die Tuchmacherei. Sie webten hier in kleinen und großen Fabriken hochwertige Tuche, aus denen man Kleidung machte.

1857, also vor 160 Jahren, wurde Kettwig vom Dorf zur Stadt, weil immer mehr Menschen hier lebten. Damals bekam Kettwig auch ein eigenes Stadtwappen, das einen Doppelkopfadler und die alte Brücke über der Ruhr zeigt.

Doch schon 1975 war es vorbei mit der Stadt Kettwig. Der Landtag Nordrhein-Westfalen hatte beschlossen, dass Kettwig zu Essen eingemeindet wird. Seitdem ist Kettwig ein Stadtteil von Essen, obwohl die meisten Kettwiger dagegen sind. Weil Kettwig erst so spät eingemeindet wurde ist es der einzige Essener Stadtteil mit einer eigenen Vorwahl (02054).

 

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